Fast 35 – Ohgott!

Tja, jetzt stehe ich vor meinem 35. Geburtstag.

35 war immer eine innere Grenze für mich. Eine Linie, die man überschreitet. So wie sechzehn, achtzehn und vierundzwanzig. Die ersten beiden erklären sich fast von Selbst. Mit 16 gab es den Perso und man durfte offiziell viel länger raus. Das war schon toll, wobei ich nicht sagen kann, dass mich vorher viel abgehalten hat, lange raus zu gehen. Mit 18 dann das große ‘Erwachsen werden’. Bei mir war das auch wirklich recht klassisch. Führerschein war einen Monat nach dem 18. vorhanden und ausgezogen war ich kurz vorher. Gut, kurz nachher auch wieder zuhause eingezogen ;-) Nicht alle Entscheidungen sind richtig, nur weil man jetzt das statistische Alter für richtige Entscheidungen hat.

Die vierundzwanzig war für mich genau das richtige Alter für Kinder. Meine Mutter war 24, als sie mich bekam. Wir haben und hatten – bis auf kleine Ausrutscher – immer ein Top-Verhältnis zueinander. Für mich war ganz lange klar: Kann nur am Altersabstand liegen! Mittlerweile denke ich da anders drüber. Meine Schwester, die 12 Jahre jünger ist hat ein ebenso gutes Verhältnis zu meiner Mama. Also, magische Grenze abgehakt. Aufgrund einer kompletten Neuorientierung meinerseits mit 23 kam es dann eh nicht zum Kind mit 24. Da standen ganz andere Dinge im Vordergrund und es war erstmal keine Zeit dafür. Rückblickend bedauere ich keine einzige Hürde der letzten Jahre. Alles hat uns mehr zusammen gebracht, was wir durchgestanden haben und das war eine Menge. Alles geschieht zu seiner Zeit und hat einen Grund.

 

Quelle: http://pixabay.com/

Nun zur FÜNFUNDDREISSIG.

Der Teufel auf meiner Schulter sagt:
“Das war es jetzt. Ab 35 verfällst Du , denn Du bist eine Frau. Du kannst jetzt die Stunden zählen, bis es mit den Wechseljahren losgeht.

Kind? HAHAHAHAHA ab 35 wird man automatisch nicht mehr so einfach schwanger. Das kannste knicken! Du musst jetzt Kredite für Kinderwunschbehandlungen aufnehmen und es warten viele Torturen auf Dich.

Abnehmen wird jetzt auch nichts mehr. Der Stoffwechsel zieht an Deinem Geburtstag endgültig die Bremse und Du wirst eher dicker als schlank. Verabschiede Dich von Deinem alten ICH. Du hast bisher keine Aktfotos machen lassen? Brauchste jetzt auch nicht mehr drüber nachdenken. Besorg Dir schon mal eine Ulla Popken Kundenkarte!

Haus und Hof noch nicht Dein Eigen? Vergiss es, jetzt wartet die Altersarmut. Was Du bisher nicht hast, schaffst Du auch nicht mehr.”

Der Engel auf der anderen Schulter versucht das zwar immer mit einem “Aktuelle Statistiken … Beispiele aus dem Freundeskreis … blablabla” aber er kommt nicht wirklich durch. Rational weiß ich, dass das totaler Quatsch ist. Ich bin aber nicht rational innerlich. Absolut nicht. Kann nur besser werden ;-)

Listenzeit!

Dank des lieben Regenmonsters habe ich mal eine Liste entdeckt, die ich auch gerne mal führen würde.

Ich markiere mal hier meine gelesenen Bücher fett und Bücher, die ich gerne lesen möchte kursiv.

Ich hab meinen Blog natürlich nicht vergessen aber einfach wenig Zeit gehabt.

Armes Blogsi :*
1. “Der Herr der Ringe” von J.R.R. Tolkien
2. “Die Bibel”
3. “Die Säulen der Erde” von Ken Follett
4. “Das Parfum” von Patrick Süskind
5. “Der kleine Prinz” von Antoine de Saint-Exupéry
6. “Buddenbrooks” von Thomas Mann
7. “Der Medicus” von Noah Gordon
8. “Der Alchimist” von Paulo Coelho
9. “Harry Potter und der Stein der Weisen” von J.K. Rowling +
10. “Die Päpstin” von Donna W. Cross +
11. “Tintenherz” von Cornelia Funke 
12. “Feuer und Stein” von Diana Gabaldon +
13. “Das Geisterhaus” von Isabel Allende
14. “Der Vorleser” von Bernhard Schlink
15. “Faust. Der Tragödie erster Teil” von Johann Wolfgang von Goethe
16. “Der Schatten des Windes” von Carlos Ruiz Zafón
17. “Stolz und Vorurteil” von Jane Austen
18. “Der Name der Rose” von Umberto Eco +
19. “Illuminati” von Dan Brown +
20. “Effi Briest” von Theodor Fontane
21. “Harry Potter und der Orden des Phönix” von J.K. Rowling +
22. “Der Zauberberg” von Thomas Mann
23. “Vom Winde verweht” von Margaret Mitchell +
24. “Siddharta” von Hermann Hesse
25. “Die Entdeckung des Himmels” von Harry Mulisch
26. “Die unendliche Geschichte” von Michael Ende
27. “Das verborgene Wort” von Ulla Hahn
28. “Die Asche meiner Mutter” von Frank McCourt +
29. “Narziss und Goldmund” von Hermann Hesse
30. “Die Nebel von Avalon” von Marion Zimmer Bradley +
31. “Deutschstunde” von Siegfried Lenz
32. “Die Glut” von Sándor Márai
33. “Homo faber” von Max Frisch
34. “Die Entdeckung der Langsamkeit” von Sten Nadolny
35. “Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins” von Milan Kundera
36. “Hundert Jahre Einsamkeit” von Gabriel Garcia Márquez
37. “Owen Meany” von John Irving
38. “Sofies Welt” von Jostein Gaarder
39. “Per Anhalter durch die Galaxis” von Douglas Adams +
40. “Die Wand” von Marlen Haushofer
41. “Gottes Werk und Teufels Beitrag” von John Irving
42. “Die Liebe in den Zeiten der Cholera” von Gabriel Garcia Márquez
43. “Der Stechlin” von Theodor Fontane
44. “Der Steppenwolf” von Hermann Hesse
45. “Wer die Nachtigall stört” von Harper Lee
46. “Joseph und seine Brüder” von Thomas Mann
47. “Der Laden” von Erwin Strittmatter
48. “Die Blechtrommel” von Günter Grass
49. “Im Westen nichts Neues” von Erich Maria Remarque
50. “Der Schwarm” von Frank Schätzing
51. “Wie ein einziger Tag” von Nicholas Sparks
52. “Harry Potter und der Gefangene von Askaban” von J.K. Rowling +
53. “Momo” von Michael Ende +
54. “Jahrestage” von Uwe Johnson
55. “Traumfänger” von Marlo Morgan
56. “Der Fänger im Roggen” von Jerome David Salinger
57. “Sakrileg” von Dan Brown
58. “Krabat” von Otfried Preußler
59. “Pippi Langstrumpf” von Astrid Lindgren
60. “Wüstenblume” von Waris Dirie
61. “Geh, wohin dein Herz dich trägt” von Susanna Tamaro
62. “Hannas Töchter” von Marianne Fredriksson
63. “Mittsommermord” von Henning Mankell
64. “Die Rückkehr des Tanzlehrers” von Henning Mankell
65. “Das Hotel New Hampshire” von John Irving
66. “Krieg und Frieden” von Leo N. Tolstoi
67. “Das Glasperlenspiel” von Hermann Hesse
68. “Die Muschelsucher” von Rosamunde Pilcher
69. “Harry Potter und der Feuerkelch” von J.K. Rowling +
70. “Tagebuch der Anne Frank” von Anne Frank +
71. “Salz auf unserer Haut” von Benoite Groult
72. “Jauche und Levkojen” von Christine Brückner
73. “Die Korrekturen” von Jonathan Franzen
74. “Die weiße Massai” von Corinne Hofmann
75. “Was ich liebte” von Siri Hustvedt
76. “Die dreizehn Leben des Käpt’n Blaubär” von Walter Moers
77. “Das Lächeln der Fortuna” von Rebecca Gablé + 
78. “Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran” von Eric-Emmanuel Schmitt
79. “Winnetou” von Karl May
80. “Désirée” von Annemarie Selinko
81. “Nirgendwo in Afrika” von Stefanie Zweig
82. “Garp und wie er die Welt sah” von John Irving
83. “Sturmhöhe” von Emily Brontë – :P
84. “P.S. Ich liebe Dich” von Cecilia Ahern
85. “1984″ von George Orwell
86. “Mondscheintarif” von Ildiko von Kürthy +
87. “Paula” von Isabel Allende
88. “Solange du da bist” von Marc Levy
89. “Es muss nicht immer Kaviar sein” von Johanns Mario Simmel
90. “Veronika beschließt zu sterben” von Paulo Coelho
91. “Der Chronist der Winde” von Henning Mankell
92. “Der Meister und Margarita” von Michail Bulgakow
93. “Schachnovelle” von Stefan Zweig
94. “Tadellöser & Wolff” von Walter Kempowski
95. “Anna Karenina” von Leo N. Tolstoi
96. “Schuld und Sühne” von Fjodor Dostojewski
97. “Der Graf von Monte Christo” von Alexandre Dumas
98. “Der Puppenspieler” von Tanja Kinkel
99. “Jane Eyre” von Charlotte Brontë
100. “Rote Sonne, schwarzes Land” von Barbara Wood

2013

So, im Januar darf man das noch.

Allen Lesern und mir wünsche ich ein frohes neues Jahr voll mit Glück und Gesundheit.

Das Jahr fing mit ein paar Kilos mehr an, da der Dezember einfach nicht mein Fall war. Ich hatte keinen Nerv mir auch noch übers Essen Gedanken zu machen, wenn ich schon über tausend andere Dinge grübel. Das hat sich nun gerächt. Seit Anfang Januar ernähre ich mich nur wieder Kohlehydrat-arm und kriege einfach keinen Dreh zum Sport zu gehen. Es soll wohl einfach so sein. Im Gegensatz zum letzten Jahr habe ich immer noch gute 10 Kilo weniger und wenn das im nächsten Jahr wieder so ist, bin ich glücklich. Also keinen Stress.

Eine großartige Liste für das neue Jahr hab ich mich nicht gemacht. Die letzten Jahre wurden kontinuierlich immer bescheidener und daher mach ich sowas nicht mehr. Keine Vorsätze keine Enttäuschungen.
Das sieht jetzt so aus als ob ich ein deprimiertes Dingsi bin aber das stimmt nicht. Ich denke sehr positiv und glaube nach wie vor fest daran, dass wir irgendwann, wenn es an der Zeit ist auch einfach mal dran sind. Dann können wir die Beine baumeln lassen und einfach mal durchatmen. Der Tag kommt.

 

Nachruf Omi

Nachdem letzte Woche unser lieber Freund von uns gegangen ist, ist heute meine Omi friedlich eingeschlafen.

Meine Omi hat den zweiten Weltkrieg mitgemacht und war Zeit ihres Lebens auf den Beinen. Immer fleissig und immer lachend habe ich sie im Kopf.
Sie war Bäurin und als ich klein war gab es neben dem Ackerbau auch noch Vieh. Rinder und Schweine fand ich immer sehr spannend. Für mich als Kind war das toll. Für meine Oma war das viel Arbeit. Die arbeitsreiche Zeit wurde etwas weniger, als das Vieh abgeschafft wurde und als dann mein Opa starb, hatte meine Oma auch mal Zeit für ein Schläfchen oder für ein Kreuzworträtsel. Die hat sie gerne gemacht. Zudem war meine Oma bis auf die letzten paar Jahre eine sehr gute Sockenstrickerin. Danke für die vielen Socken, die meine Füße auch beim reiten im Tiefschnee warm hielten! Schmunzelnd erinnere ich mich an die Neonstulpen, die sie mir mal gestrickt hatte. “Die bekommst Du aber nur einmal! Die Wolle hat dermaßen geblendet!”

Mach es gut Oma. Ich wünsche Dir eine Wolke ohne ewige Arbeit und ewigen Seelenfrieden.

http://westfalen.trauer.de/Traueranzeige/Emliese-Vogelsang

Nachruf Evian Everhope

Die meisten Leser meines Blogs mögen dies etwas befremdlich finden. Ich möchte hier mit dieser Geschichte Abschied nehmen von einem lieb gewonnenen Freund.
Wir verbrachten viele Stunden gemeinsam im richtigen Leben sowie in der virtuellen Welt von EQ2. An diese zweite Welt ist die Geschichte angelehnt.
Thomas, wir vermissen Dich.

Die Kerranerin seufzte. Schon seit Stunden saß sie über dem Pergament in ihrer Kammer und die Feder wollte einfach keine sinnvollen Worte ausspeien.
Der lustige Ranger in ihrer aller Mitte sollte nicht mehr leben. Das konnte nicht sein. Hatte Tunare ihn gerufen? Hoffentlich verläuft er sich auf dem Weg in ihre Reihen nicht. Abrupt musste Jelly schmunzeln.  Dieses Wechselbad der Gefühle nahm sie mit und trug sie auf seinen Wellen, seit sie es gehört hatte. Xorlosch hatte die traurige Botschaft gebracht, dass Evian Everhope, der flinke Ranger der Gilde Moonwhisper nicht mehr unter uns sein sollte. In den Stunden nach der Nachricht waren Jelly und Floh wie in Watte gepackt. Es war so unwirklich und doch musste der Verstand weiter funktionieren. Die Gildenmitglieder hatten es schnell erfahren, denn das war Jelly ihnen schuldig. Schließlich hatten sie alle viel Zeit miteinander verbracht. Evian pflegte sich durch ein freundliches “Wuff Wuff” in der Gilde bemerkbar zu machen. Er war stets um gemeinsame Aktivitäten bemüht und sollten diese nicht zustande gekommen sein, wurden alle Anwesenden akribisch über jeden Stock, jeden Stein, jede Quest und jeden besiegten Gegner unterrichtet. Auf Gildenfesten war er ein gern gesehener Teilnehmer, der Gespräche mit seinem Humor bereicherte. Zahlreiche Anekdoten von seinen Abenteuern gab er zum besten und wieder und wieder ließ er uns an seinen Erlebnissen teilhaben.

Einen Nachruf …

Jelly setzte die Feder erneut an.

Evian Everhope – möge Tunare Dich in ihren Reihen Willkommen heissen und Dir ein ruhiges, zufriedenes ewiges Leben schenken. Mögest Du immer genügend Pfeile in Deinem Köcher finden, immer genug Platz in Deinen Taschen haben und möge Dein Instinkt Dir den rechten Weg weisen.

Ehre und Stärke!

Anika aktiviert Abwehrkräfte!

Achnee, dass darf man ja nun nicht mehr sagen …
Finde ich gut! Einige Werbeaussagen waren auch wirklich mittlerweile zu medizinisch und es konnte der Eindruck entstehen, dass ich nur ordentlich Margarine mit Cholesterinsenker futtern muss oder “5 Hände voll Fruchtbonbons” – oder war´s Gemüse? – essen brauche um rundum gesund zu bleiben. Nein, um sogar gesund zu werden!
Foodwatch hat sich da richtig reingehängt und nun soll es strengere Richtlinien in der EU geben, dass besondere Gesundheitsaussagen anders geregelt werden sollen und teils verboten.

Beruflich ist das für mich wieder eine Sache, die ich im Kopf behalten und beobachten muss. Ich bin in der Werbebranche tätig und man muss schon aufpassen, was man da so äußert. So ging es vor Kurzem ja auch mit den Buttons in Webshops los, die nun eindeutig “Kaufen” heissen müssen. Aber das ist ein anderes Thema. Ich bin gespannt, was am Ende bei der neuen EU Richtlinie rumkommt und wie es sich auswirkt. Die Hersteller finden sicher schnell ein neues Schlupfloch.

Als Verbraucher fühle ich mich selber in der Verantwortung anständig auf das zu achten was ich zu mir nehme, mir einverleibe und wie sich das auf meinen Körper auswirkt.
Zunehmende Reglementierung macht uns zu Lemmingen, die sich immer mehr darauf verlassen, dass ja alles so toll geregelt ist und wir nicht mehr selber denken müssen. Das ist gefährlich und nicht wünschenswert. Leute, schaltet euren gesunden Menschenverstand beim einkaufen ein. Tut euch selbst etwas gutes und auch wenn ihr mal Lust auf Genuss habt, dann kauft dass, was euch in dem Moment anlacht und nicht das wo euch was auf der Packung versprochen wird.

Was mich richtig wütend macht sind so versteckte Produktveränderungen, die in den Medien vor Kurzem aufgezeigt wurden (u.a. in der Sendung markt), wie zum Beispiel, dass Iglo seinen Schlemmerfisch verändert hat. Früher war mehr Fischanteil drin, heute ist mehr Belag drin. Wie soll ich das als Verbraucher nachvollziehen können? Wie soll ich da den Überblick behalten? Gar nicht. Das ist nicht gewünscht denn man will den Verbraucher ja verhohnepiepeln. Käpt´n, schämen Sie sich!

Achja… HAPPY BIRTHDAY SESAMSTRASSE! 

Ehrenamt? Ich bin bescheuert!

In den letzten Wochen habe ich mich manchmal Abends, wenn ich müde ins Bett gefallen bin gefragt, wo ICH eigentlich bleibe.
Es war so viel zu tun, sei es für meine Arbeit, für meine ehrenamtlichen Aktivitäten oder für meinen Hund, meinen Mann oder oder oder …
Dauernd kommt mir der Gedanke an einen ruhigen Saunatag im letzten Jahr in den Sinn. Ich sehe mich wieder eingewickelt in einen Bademantel und eine Kuscheldecke auf einer Ruheliege sitzen. Blick auf das riesige Glaspanorama und draussen tobt ein Herbststurm. Genau so war es im letzten Jahr einmal. Das hat mir so gut getan und noch heute tut es mir gut mich nur daran zu erinnern.

Neulich war ich auf dem Geburtstag meiner Stiefmutter. Mein Vater erzählte von einem abendlichen Termin und ich fragte:”machst Du das eigentlich ehrenamtlich?” Er:”Ich bin doch nicht bescheuert.” Ich dachte und sagte:”Ahja, danke!”
Ich mache eine ganze Menge ehrenamtlich. Das mache ich nämlich gerne und ich fühle mich dabei überhaupt nicht bescheuert. Der Staat baut auf Ehrenamtlern wird gesagt. Meine Meinung ist, solange man ein Ehrenamt gerne ausführt und es mir auch irgendwas zurück gibt ist alles ok. Ein Beispiel: Ich organisiere gemeinsam mit zwei anderen engagierten Frauen den Weihnachtsmarkt hier im Ort. Es gab jahrelang keinen Weihnachtsmarkt hier und wir haben uns durch Zufall bzw. durch Ortsteiltreffen zusammengefunden. Anfänglich wurden wir durch alte, negative Erzählungen ganz schön desillusioniert. Trotzdem blieben wir hartnäckig und hatten im letzten Jahr mit einem richtig tollen Markt Premiere. Dieses Jahr haben wir es dann wiederholt. Letzten Sonntag fand die Veranstaltung zum zweiten Mal statt und das Wetter meinte es nicht gut mit uns. Es ist bei weitem nicht nur der eine Tag, der stressig ist sondern schon im Sommer fangen wir an und entwerfen die ersten Pressemitteilungen, organisieren Treffen mit den Ausstellern, überlegen uns den Spendenzweck, der begünstigt werden soll, bleiben im Dialog mit Stromlieferanten, Budenlieferanten, der GEMA, potentiellen Spendern etc. Das ganze Jahr über hat man also immer mal hier und da was mit dem Thema zu tun. Gegen September wird es dann ernster. Es wird ein letztes Treffen mit allen Ausstellern geplant, alle können nochmal meckern, Kritik üben, Ideen einbringen. Wir bemühen uns dann im Anschluss, das Bühnenprogramm auszubauen, stecken Frust weg, wenn auf einmal Geld verlangt wird oder man hier und da unschöne Kritik hört, kümmern uns um Flyer und Plakate und das auch alles neben unseren Vollzeitjobs.
Dann naht das eigentliche Wochenende. Unsere kleinen Treffen werden hektischer, wir fragen uns: Haben wir was vergessen? Ist noch etwas zu bestellen? Reichen die Flyer? Wie wird das Wetter wohl? Dieses Jahr war das Wetter richtig mies. Den Aufbau der Buden haben wir noch bei einigermaßen humanem Wetter bewerkstelligen können. Es lag zwar Schnee und es war kalt aber es war trocken. Auch hier sind wir oft Mediatoren und versuchen Unmut und Ärger unter den Ausstellern abzufangen und im Keim zu ersticken. Wir sind Puffer wenn es darum geht, dass verglichen wird, wer mehr Zeit mit dem Aufbau verbringt, wer eventuell zuerst da war oder wer etwas hinterm Rücken des anderen erzählt haben soll. Und dann ist der eigentliche Tag da. Morgens wird emsig geschmückt und die Buden werden mit Waren bestückt. Hier und da kommt noch der Schrei nach einem Hammer, einem Streifen Tesa oder nach Kordel auf. Alles an der Frau ;) Wir bauen Zelte auf, dirigieren Autos hin und her und sehen zu, dass wir den Markt annähernd pünktlich eröffnen. Dann stehen wir auf der Bühne, eröffnen gemeinsam mit dem Bezirksvorsteher den Markt und – es ist einfach schön.
Nachmittags verteilt der Nikolaus geduldig gestiftete Tüten an über 100 Kinder. Die Kinder schämen sich, freuen sich, sich niedlich, frech und eben Kinder. Das wärmt mein Herz und ich stehe stolz auf der Bühne und reiche Knecht Ruprecht die Tüten an. Ja, ich bin jetzt total erkältet und diese Woche auch froh, dass es jetzt wieder ein Jahr dauert bis zum nächsten Mal.  Ja, ich bin bescheuert und ich bin stolz drauf denn es tut mir gut.

Fatja hat einen Jahresrückblick gebloggt, das hat mich nachdenken lassen über das vergangene Jahr. Einen kompletten Rückblick möchte ich nicht starten, da mich zu vieles traurig und wütend machen würde. Das Jahr war ein Arschloch. 2012 war kein Totalausfall aber ich bin wirklich froh, wenn ich es hinter mir habe. Es war nicht leichter und nicht schwerer als 2011 und doch hoffe ich, dass 2013 ein paar Herausforderungen und Überraschungen weniger für uns bereit hält und ich mal durchatmen kann. Wir haben wirklich viel geschafft und können stolz auf uns sein. Wir haben wieder zueinander gefunden und haben uns ineinander wieder gefunden. Meine lang vermisste innere Ruhe stellt sich wieder ein und mein kleiner ruhiger Brunnen endloser Kraft ist wieder zu Kurzbesuchen bereit und lässt mich auftanken wenn ich es brauche.
In diesem Jahr habe ich viel über mich und auch über andere Menschen gelernt, habe mich anderen Denkweisen geöffnet und mich selbst und meine Ansichten mehrfach kritisch auf die Probe gestellt.

Das reicht für heute und ich gehe jetzt erstmal innerlich in die Sauna, setze mich aufgeheizt, in Decken gehüllt auf eine Liege am Glaspanoramafenster und schaue in den Sturm. Ganz ruhig.

Advent

AdventsbildchenIch wünsche euch und euren Lieben eine schöne Advenszeit.

Die nächsten zwei Wochen bin ich noch ziemlich im Stress und schaffe wahrscheinlich eher keinen Blogeintrag.
Danach schreibe ich euch aber wieder einen vom Pferd und Co. :)

Sonntag – Sterbethemenwoche

Heute ist Sonntag. Ich mag Sonntage nicht so gern im Allgemeinen, da ich nie weiss, was die neue Woche bringt. Sonntag kann nichts passieren. Wie Vernon Dursley mal so treffend, sinngemäß sagte: “Harry, weisst Du warum ich den Sonntag mag? Keine Eulen!” Sonntag – keine Post. Keine Rechnungen. Keine Überraschungen. So gesehen also doch ganz gut. Aber eigentlich auch nur ein Staustopfen für den kommenden Montag.

Gestern waren wir wunderbar faul. Das haben wir beide auch mal gebraucht. Sind eine schöne Runde spazieren gewesen und haben ansonsten mal ein wenig GW2 gespielt und es uns gut gehen lassen. Heute fängt die ARD Themenwoche zum Thema sterben an. Daher war sogar die Sendung mit der Maus zum Thema sterben. Fand es Maus-typisch mal wieder sehr taktvoll und gut umgesetzt und sehr interessant. Alles wusste ich auch noch nicht. Kann ich immer wieder nur empfehlen. Nach dem ganzen eher traurigen Thema bin ich heute Nachmittag über den wundervollen Film “Die Friseuse” gestolpert. Der Film ist von Doris Dörrie und aus dem Jahre 2010. Die Geschichte geht um eine frisch getrennte, übergewichtige (das würde ich nicht in den Fokus stellen, wenn der Fokus des Filmes nicht so sehr darauf liegen würde), zauberhafte, schnoddrige Berlinerin. Ihres Zeichens Mutter und Friseuse (wie sie sich selbst bezeichnet auch wenn es mittlerweile Friseurin oder wie auch immer heisst) versucht sie den Alltag nach der Trennung zu meistern. Ihre pubertierende Tochter schämt sich offensichtlich für sie und ist mit dem neuen Leben in der Platte in Mahrzahn überhaupt nicht glücklich. Vorher Einfamilienhaus in der Vorstadt ist sie wütend auf ihre Mutter und gibt ihr die Schuld an allem Unglück. Die Friseuse meistert Schritt für Schritt mit einigen Rückschlägen doch stets mit einem flotten Spruch auf den Lippen, ihr neues Leben. Sie verfolgt eisern den großen Traum des eigenen Friseursalons und lässt sich auf ihrem Weg nicht beirren. Zauberhaft und lustig aber auch nachdenlich machend und traurig. Absolut empfehlenswert! Einen Trailer findet ihr hier: http://www.trailerseite.de/archiv/trailer-2010/13335-die-friseuse-film.html

Der Rest des Sonntages wird nun wieder faul auf der Couch bei hoffentlich gutem Fernsehprogramm verbracht. Sonst hol ich Harry Potter DVDs raus ;)

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Stimmt´s? Hab ich?