Monats-Archive: Juni 2012

Rumgedenke

Wir haben hier eine ältere Dame in der Gegend wohnen, die stark verwirrt ist.
Etwas genauer “kenne” ich sie, seit wir den Hund haben – also knappe 6 Jahre.
Sie fährt oft mit dem Fahrrad herum, ist sehr dünn, ziemlich alt und sieht aus, als ob sie körperliche Schmerzen hat. Wenn man sie nett grüß hält sie meist an und erzählt immer die gleiche Geschichte. Sie hatte auch mal einen Hund, den sie sehr vermisst, wie sie das Körbchen noch aufbewahrt hat und dass sie mit ihrem Mann nicht gut zurecht kommt. Nun war sie neulich auf einmal zu Fuß unterwegs, was mich schon wunderte. Sie ist wenig später wieder bei uns vorbeigelaufen und hatte scheinbar ihr Fahrrad vergessen. In dem Zusammenhang habe ich mich gefragt:

Wie lange kann ein Mensch für sich und andere gefahrlos so rumlaufen?
Darf man einen Menschen, der offensichtlich abbaut (dement ist) bevormunden? Wenn ja, ab wann?

Die Frau scheint ihre festen Abläufe zu haben, seit Jahren und sie scheint ihren Alltag zu bewältigen. Inwiefern sie zuhause Ansprache oder Hilfe hat, kann ich nicht beurteilen. Nur wenn man später selbst in dieser Situation sein sollte – wünscht man sich dann Unterstützung? Ist man dann dankbar, wenn sich jemand seines Problems annimmt? Wahrscheinlich fühlt man sicher eher angegriffen, wenn man auf einmal eingeschränkt wird (obwohl die Einschränkung helfen soll). Ist das überhaupt in der Zukunft zu leisten?

Das beschäftigt mich schon ein paar Tage nun und zu einem Ergebnis bin ich bisher nicht gekommen.

Wieder da!

Der Alltag hat mich wieder.

Nach einer wunderbaren Woche mit meiner Mama und meiner Schwester auf Mallorca bin ich wieder daheim.
Das Wetter und den Service im Hotel hätte ich nur zu gerne mitgenommen. Meinen Mann und meinen Hund habe ich sehr vermisst. Positiv war: ich konnte sogar mal abschalten. Es war total wahnsinnig toll mal morgens aufzuwachen ohne direkt den Plan für den Tag durchzugehen. Meist, wenn ich hier die Augen öffne bin ich schon kopflich im Büro. Uns Mädels hat das Ganze sehr, sehr gut getan. Wir sehen uns sehr selten, da alle mittlerweile ihr eigenes Leben führen und für eine Familie, die früher so eng miteinander war ist das nicht schön. Oft vermisse ich dieses jeden-Tag-Kaffee-bei-Mama sehr. Hier bin ich zwar mittlerweile auch angekommen und integriert aber eine Kaffeetante vor Ort habe ich einfach noch nicht gefunden. Dabei bin ich so ein geselliges Kerlchen.

Nun, hier noch eine Urlaubsimpression, der Rest gehört nur uns :-)

Urlaub :)

Einen großen Erfolg kann ich noch verbuchen. Seit einigen Wochen mache ich das Programm von Detlef D! Soost (Popstars etc.), welches sich 10wbc (10 weeks body change) nennt. Da konnte ich mich im Urlaub dank tollem Buffet wunderbar dran halten und habe sogar 1 Kilo abgenommen! Seit ich wieder zuhause bin folge ich dem guten Vorbild meines Göttergatten und mache jeden Tag “Shred” eine Fitness DVD und habe diese Woche wieder gut abgenommen :-) Ich bin sehr stolz. Die Ernährungsumstellung bekommt mir und meiner Haut sehr gut. Zudem habe ich selten wirklich Hunger (ok, morgens auch meist nicht, da ich keine Eier mehr sehen kann). So habe ich mich schrittweise wieder an normale Portionen gewöhnt. Bei meinem Mann purzeln die Kilos nur so, was mich noch stolzer macht. Er kämpft wahnsinnig und erzielt tolle Erfolge. So kann die kommende Herausforderung ruhig kommen, die sitzen wir auf einer A***backe ab … jawohl!!

Wart ihr dieses Jahr schon im Urlaub? Geht es euch wie mir, dass Urlaub eher selten stattfindet?
Dieser war mein erster langer Trip seit hm… 10 Jahren. Mit meinem Mann war ich bisher drei Mal weg. Zwei Mal ein verlängertes Wochenende in Holland und Belgien und einmal eine Wochenmitte in der Eifel. Wir brauchen so etwas ganz dringend mal zusammen.