Rezept

Brot und Vögel

Heute habe ich endlich mal wieder den Dreh gekriegt.
Es geht ein Brot. Na, richtig ist: es geht ein Teig.
Ich habe eine ganze Weile Anfang des Jahres Roggenvollkornbrot selbst gebacken.
Nun hatte ich einige Wochen einfach keine Lust und habe mich richtig aufraffen müssen.
Dabei ist das so viel schmackhafter als gekauftes Brot und hält locker eine Woche frisch.
Es sättigt auch viel besser.
Nachher schreibe ich gerne mal das Rezept auf, falls jemand mal nachbacken möchte.

Eine Sache, die mich momentan total freut ist, dass sich unser Vogelfutterhaus im Innenhof sehr großen Besucherdrangs erfreut. Es ist gut besucht und schnell leergefuttert.
Ich fütter eine Körnermischung. Die hellen Körner schmeissen sie größtenteils raus.
Anfangs konnte ich meist nur Meisen beobachten. Kohlmeisen und Blaumeisen.
Die fressen gern in Ruhe im Haus und suchen sich die einzelnen Körnchen raus.
Dann gesellte sich ein Rotkehlchen dazu. Das ist sehr schreckhaft aber ich habe es trotzdem mal fotografieren können. Ein Rotschwänzchen und auch kleine Finken konnte ich ebenfalls ausmachen aber leider nicht fotografieren.
Es quetscht sich auch gern eine Amsel (oder Drossel?) dazu, so sicher bin ich mir da nicht.
Bei meinem Opa gab es immer viele Gelb-Irgendwasse. Die gibt´s hier gar nicht.
Ich glaube, ein Vogelkundebuch (war das nicht Ornitologie?) sollte mal auf meine Amazon-Wunschliste.

 

 

 

 

 

 

 

Aaaaaaaah!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neulich wurde ich aufgeschreckt vom lautem Geraschel und Gekratze. Ein Blick aus dem Fenster brachte Klarheit: Eine recht große Dohle quetschte sich ins Vogelhaus und nahm direkt mal riesige Ladungen Körner mit!
Unverschämt! Ich warte jetzt täglich auf einen Hippogreifen den ich zähmen kann. Ein Halfter habe ich sicher noch irgendwo rumliegen ;-) Zur Not nehme ich auch mit einer Eule samt Hogwarts-Brief vorlieb.

Hier nun, wie versprochen das bebilderte Brotrezept. Ich habe sogar Bilder gemacht.

Roggenvollkornbrot:
30g Hefe
325g Weizenvollkornmehl
450g Roggenvollkornmehl (Vollkorn, ganz wichtig, es gibt auch eins das heisst Dunkles Roggenmehl und sieht fast genau so aus)
1 Pk. Roggenvollkornsauerteig (meiner ist von Real Bio)
1 Pr. Zucker
2 TL Salz
600 ml Wasser

Lauwarmes Wasser nehmen, davon 100 ml abfüllen. Die Hefe hineinbröckeln und ein bisschen Zucker zugeben. Das nun stehen lassen und hoffen, dass die Hefe lebt und wach wird. Das sieht man dann nach kurzer teig daran, dass sie ausgiebig atmet und pupst und kleine Bläschen auf der Oberfläche entstehen.

 

Derweil Mehl, Salz und Sauerteig mischen. Es gibt Verfechter des Mehlsiebens, ich merke da keinen Unterschied und spare mir das Sieb zu spülen, indem ich nicht siebe.

Nun Hefe und restliches Wasser mittels Knethaken unter die Mehlmischung kneten. Ich habe einen Handmixer, der ackert da schon recht gut dran. Der Teig ist jedes Mal etwas anders und wenn er zu störrisch ist, einfach noch etwas Wasser zugeben.  Besitzer eines Thermom*i*x oder einer Ki*t*chen A*i*d beneide und ignoriere ich an der Stelle einfach mal. Man sollte schon gute 10 Minuten wild kneten.
Nun den Schweiss von der Stirn wischen und die Handgelenke kühlen.
Nun das Ganze mindestens 35 Minuten an einem nett molligen Ort gehen lassen.
Bei uns ist das Bad meist schön warm.

Nach der Gehzeit nochmal kneten und in die gefettete Form geben bzw. auf dem Backblech einen Brotlaib formen.
Ich habe nach einigen ersten Broten von Dr. O*et*ker die große Brotbackform gekauft, da die Kleine für meine Teigmenge etwas knapp war. Die Große hat noch etwas Platz drin.
Jetzt schieb ich das Ganze in den Ofen und lasse es bei kleiner Einstellung (bei mir leider immerhin 50°C) nochmal eine halbe Stunde wachsen. Ich heize den Ofen NICHT vor, so wirds nicht direkt zu heiss für die Hefe und sie arbeitet schön.


Broti nochmal aus dem Ofen nehmen und diesen jetzt schön auf 250°C vorheizen (Ober- Unterhitze) und das Broti 15 Minuten auf dieser Temperatur, unterste Schiene, backen. Danach runterregeln auf 190°C und weitere 55 Minuten backen.

Das Broti rausnehmen und ein großes Stück zu heisses, frisches Brot gierig abschneiden und aufessen und auf einem Backblech auskühlen lassen.